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18.9.2019

Kommentar: Was falsch ist, bleibt falsch  01.03.2019

"Um die Apotheken vor Ort zu stärken, setzen wir uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein." So steht es wörtlich im Koalitionsvertrag. CDU und SPD waren sich damals einig über die Notwendigkeit, ein weiteres Absinken der Apothekenzahl zu verhindern. Und damit die Akutversorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und persönlicher Beratung dauerhaft zu sichern.

 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will kein Verbot. Aus fadenscheinigen Gründen. Lieber bricht er den Koalitionsvertrag. Darf er das? Sein "Nein" schwächt die Apotheken vor Ort. Und gefährdet die sichere Zukunft der flächendeckenden Akutversorgung von Millionen Patienten.

 

Was falsch ist, bleibt falsch. Eines Tages wird uns das Thema wieder einholen. Vielleicht unter einem anderen Gesundheitsminister. Der muss dann handeln. Wenn es nicht zu spät ist.