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25.2.2020

Kommentar: Perspektivenwechsel  01.11.2016

Unser Gesundheitssystem funktioniert gut, wenn man jung und gesund ist. So wie viele Akteure in der Gesundheitspolitik. Was akute oder chronische Erkrankung bedeutet, können sie nur bedingt einschätzen.

 

Ist man jung und gesund, lassen sich kleinere Zipperlein auch mal mit Bettruhe und Selbst­medikation in den Griff kriegen. Bei Verletzungen hilft die Notaufnahme Tag und Nacht und wenn’s mal der Facharzt sein muss, nimmt man eben hin, dass ein Termin nicht innerhalb weniger Tage zu kriegen ist. Wer hingegen älter und dazu schwer akut oder chronisch er­krankt ist, weiß genau, wie sich die Fehlentscheidungen der Gesundheitspolitik auswirken. Leistungen werden gekürzt, dringende Facharzttermine sind kaum zu bekommen und die Arzneimitteltherapie wird mit ständig wechselnden Tabletten wegen der Rabattverträge immer unübersichtlicher.

 

Folgen, die unsere heutigen Gesundheitspolitiker im Alter selber erleben werden. Oder auch nicht, denn die meisten werden durch teure private Kranken- oder Zusatzversicherungen vorgesorgt haben.