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25.2.2020

Kommentar: Gesundheit contra Datenschutz?  01.08.2016

Eine lückenlos geführte elektronische Gesundheitsakte ist ohne Zweifel ein Fortschritt. Erkrankt der Versicherte oder erleidet er einen Unfall, sind seine Risiken aus Vorerkran­kungen, Unverträglichkeiten oder der Arzneimitteleinnahme auf der elektronischen Gesundheitskarte für den Arzt sichtbar. Die Behandlung wird sicherer.

 

Andererseits gibt es keine sensibleren Informationen über einen Versicherten als seine Gesundheitsdaten. Arbeitgeber, Unternehmen, Versicherungen – sie alle könnten hoch interessiert an diesen Daten sein.

 

Das E-Health-Gesetz scheint diese Gefahr zu berücksichtigen. Die Daten auf der Karte werden zweifach verschlüsselt. Einen Schlüssel, eine PIN, hat der Versicherte, den anderen haben nur „berechtigte Leistungserbringer“. Missbrauch ist strafbar.

 

Der Versicherte kann ab 2019 aber auch ein elektronisches „Patientenfach“ beantragen. Darin kann er auch seine Gesundheitsdaten speichern lassen. Und über die kann er dann alleine verfügen.

 

Wie steht es dann um die Datensicherheit?