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11.12.2018

Kommentar: Gut gemeint, aber ...Montag, 01. Juli 2013


Einzelne Krankenkassen dürfen exklusive Lieferverträge mit einzelnen Pharmafirmen schließen. Auch für Grippeimpfstoffe. Doch bei denen besteht die Gefahr totalen Lieferausfalls aufgrund von Produktionsstörungen. Wie im letzten Jahr. Mit fatalen Folgen: Millionen Versicherte der entsprechenden Kasse konnten nicht oder erst spät geimpft werden.Das soll nicht mehr passieren. Deshalb hat der Gesundheitsminister die Krankenkassen angewiesen, Öffnungsklauseln in ihre Exklusivverträge aufzunehmen. Kann der Exklusivpartner nicht liefern, dürfen auch andere Impfstoffe eingesetzt werden. Das Problem: Insgesamt sind nicht mehr Impfstoffe da als vorher. Wer produziert schon für die Konkurrenz?Ergebnis: Es werden dann eben die Mitglieder anderer Kassen nicht geimpft. Zu wenig bleibt zu wenig.[mehr]

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Kommentar: Ausgeben oder abgeben?Samstag, 01. Juni 2013


Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat es kommen sehen. Die Gesundheitskassen sind übervoll. 30 Milliarden Euro warten auf Verwendung. Aber nichts passiert. Das freut Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Er benötigt dringend Geld. Und er greift zu. 4,5 Milliarden zu Lasten der Krankenversicherung steckt er in den Bundeshaushalt der nächsten zwei Jahre.Jetzt lamentiert die GKV. Das sei das Geld der Versicherten. Wie wahr. Doch wer nicht sagt, wie und wofür man es ausgeben will, darf sich nicht wundern, wenn andere Verwendung dafür haben.[mehr]

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Kommentar: Das Geld ist wegMittwoch, 01. Mai 2013


1,6 Milliarden Euro haben die Kassen im Jahre 2011 auf Grund von Rabattverträgen verdient. Mit großem Aufwand. 2012 dürften es eher mehr sein. Sagen wir, in zwei Jahren haben die Kassen 3,5 Milliarden Euro aus Rabattverträgen eingenommen. Diese Milliarden haben die Reserven in den Gesundheitskassen erhöht. Exakt 3,5 Milliarden nimmt Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) den Kassen zwecks Sanierung des nächsten Haushalts ab. Alle Arbeit umsonst. [mehr]

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Kommentar: Wankelmut tut selten gutMontag, 01. April 2013


In der neuen Apothekenbetriebsordnung wird die Stellung des Apothekers gestärkt. Zu Recht. Besonderen Wert hat Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auf die Bedeutung der Beratung des Patienten gelegt. Deshalb hat er die Pflicht zur Beratung gesetzlich verankert. Das galt auch für Versandapotheken. Zum Wohle des Patienten.Dass Versandapotheken gar nicht beraten können, weil der Patient nicht in der Apotheke steht, hat man erst jetzt gemerkt. Und flugs hat der Gesundheitsminister die Beratungspflicht für Versandapotheken wieder aufgehoben, nach dem Motto: Was nicht geht, das muss nicht sein.Doch die Arzneimittelrisiken bleiben. Wo bleibt das Wohl des Patienten? [mehr]

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Kommentar: FalschaussageFreitag, 01. Februar 2013


"Milliardengrab Gesundheit" titelte die Wochenzeitschrift "Focus" vor einigen Monaten in einer Überschrift. Diese Formulierung ist perfide, aber nicht ungewöhnlich. Politik, Presse und Krankenkassen überschlagen sich darin, das deutsche Gesundheitssystem als Fass ohne Boden und seine Leistungserbringer als gierige Kostentreiber zu diffamieren.Doch das Gesundheitswesen, größter Arbeitgeber in Deutschland, ist kein "Milliardengrab", sondern dynamischer Wachstumsmotor mit Jobgarantie. Und achtzig Millionen Bürger haben es nicht verdient, dass man die Aufwendungen für ihre Gesundheit als "Milliardengrab" bezeichnet. "Milliardengräber" sehen anders aus. Zum Beispiel wie der Flughafen Berlin-Brandenburg, die Hamburger Elbphilharmonie oder demnächst der neue Stuttgarter Hauptbahnhof.. Weitere Infos gibt es unter www.j1-info.com.[mehr]

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Kommentar: Nur Geduld!Dienstag, 01. Januar 2013


Deutschland sei an allem schuld. Das sagen nicht wenige Mitgliedsländer der Europäischen Union. Schließlich hätten wir ihnen ja jede Menge Produkte "Made in Germany" verkauft. Und jetzt hätten sie so hohe Schulden, dass sie im Prinzip pleite wären. Doch es gebe eine Lösung. Deutschland dürfe nicht so erfolgreich sein. Und nicht so gute Produkte machen. Und nicht so viel exportieren. Dann sei das außenwirtschaftliche Gleichgewicht bald erreicht. Doch "Misserfolg" lässt sich schwer planen. Es geht allerdings auch einfacher. Wenn nicht mehr genug Geld da ist für Straßen und Brücken und Krankenhäuser und Universitäten und Schulen und das Gesundheitswesen, dann wird Deutschland ganz automatisch seine Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Ein wenig Geduld müssten die Schuldenländer schon haben. [mehr]

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Kommentar: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin umSamstag, 01. Dezember 2012


Die Krankenkassen sind leichtsinnig und naiv. Sie treffen Absprachen. Sie bündeln Nachfragemacht. Sie schließen sich zu riesigen Einkaufsgemeinschaften zusammen. Sie verweisen stolz auf die gewaltigen Summen, die sie mit ihren Rabattverträgen aus dem deutschen Arzneimittelmarkt herausholen.  Keine Frage - das alles ist legal. Doch gerade weil die Kassen so agieren, sollen sie jetzt dem Kartellrecht unterstellt werden. Die Novelle hat der Bundestag schon verabschiedet. Was, wenn der Europäische Gerichtshof die deutschen Kassen dann folgerichtig auch zu richtigen Unternehmen erklärt, sie praktisch privatisiert?Das wäre dann das Ende der gesetzlichen, solidarischen Krankenversicherung. Und wofür?[mehr]

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