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18.10.2019

Kommentar: Kuchen als Strafe?Sonntag, 01. Juni 2014


Deutschland wird zu dick. Übergewicht ist eine der wesentlichen Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und für Diabetes. Die Grundlagen für Übergewicht werden nicht selten schon in der Kindheit gelegt. Daran sind auch die Schulen nicht unschuldig. Denn in vielen Schulen hat sich eingebürgert, dass jedes Kind an seinem Geburtstag einen Kuchen mitbringen darf. Der wird dann verteilt. Kinder essen gerne Kuchen. Pech, wenn ein Kind Zöliakie hat und glutenfrei leben muss oder unter einer anderen Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie leidet. Diese Kinder müssen dann zusehen. Auch eine Form von Diskriminierung. Die alleine wäre schon Grund genug, auf das regelmäßige Kuchenessen in der Schule zu verzichten. Doch damit nicht genug. Wenn das Kind zur Strafe einen Kuchen mitbringen muss, weil sein Handy im Unterricht klingelt oder weil es die Hausaufgaben vergessen hat, dann kann es an einem Tag auch zwei oder drei Kuchen geben. Neben den Eltern, die backen müssen, trifft eine solche Strafe letzten Endes alle Kinder der Klasse. Sie werden dicker. Schluss damit.[mehr]

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Kommentar: Seid umschlungen, Millionen...Donnerstag, 01. Mai 2014


Bei lebenswichtigen Arzneimitteln gibt es immer wieder massive Lieferengpässe. Darüber klagen Kliniken, Ärzte, Apotheker, Großhändler und Patientenorganisationen. Die betroffenen Patienten selbst klagen nur leise. Sie leiden still. Die Arzneimittelhersteller wiegeln ab. Das Bundesgesundheitsministerium auch. Eine seltene Allianz, doch aus verschiedenen Gründen. Während die Pharmaindustrie an ihr Image denkt, denkt der Bundesgesundheitsminister an die Milliardeneinnahmen der Kassen aus den Rabattverträgen. Die gilt es festzuhalten. Wer weiß, was kommt.[mehr]

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Kommentar: Geld ist genug da - aber wofür?Samstag, 01. März 2014


Für mehr "Qualität im Gesundheitswesen" ist kein Geld da. Das ist lachhaft. Für andere Projekte spielt Geld offensichtlich keine Rolle. Zum Beispiel für die sogenannte "Energiewende".  Sie bürdet Verbrauchern und Unternehmen zusätzliche Kosten in Höhe von hunderten Milliarden Euro für Jahrzehnte auf. Gefragt, ob wir damit einverstanden seien, wurden wir nicht. Doch damit nicht genug. Zu den immensen Kosten kommt auch noch die Verschandelung der deutschen Landschaft mit kirchturmhohen Windrädern und riesigen Überlandleitungen. Wer in ihrer Nähe lebt, lebt nicht gesund. Und Millionen glänzender Photovoltaikanlagen auf den Dächern rauben unseren Dörfern Schönheit und Charakter. Und für die Biogas-Anlagen braucht man jede Menge Mais. Den bauen wir jetzt an. Monokultur mit all ihren ökologischen Problemen. Das Tragische: Mit der Energiewende will Deutschland die Welt retten. Doch die Welt zieht nicht mit.[mehr]

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Kommentar: Vertrauen nicht verloren?Samstag, 25. Januar 2014


Tausende Menschen in Deutschland brauchen dringend eine neue Niere, eine neue Leber, ein neues Herz. Sie stehen auf Wartelisten. Manchmal ganz unten. Und manchmal tun sie alles, um nach ganz oben zu kommen. Sie bieten Geld. Einige Transplantationszentren konnten nicht widerstehen. Der Missbrauchsskandal wurde öffentlich. Als Folge berichtete die FAZ, seit 1997 habe es noch nie so wenig Organspender gegeben wie im Jahre 2013. Der neue Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ist alarmiert. Der Rückgang der Organspendenbereitschaft sei ein Beleg für das gesunkene Vertrauen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung widerspricht. Sie sieht praktisch keine negativen Folgen des Organspendeskandals. Im Interesse der wartenden Kranken ist zu hoffen, dass in diesem Falle die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Recht behält. Es ist die Lebensmittelindustrie, die Einsicht zeigen müsste. Doch das ist wohl zuviel verlangt.[mehr]

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Kommentar: Steuern auf Süßes und Fast Food?Montag, 30. Dezember 2013


Mexiko erhebt Steuern auf Süßes und Fast Food. Damit die Bevölkerung nicht noch dicker wird. Das macht die Produkte teurer. Einige können sich die teureren Produkte dann wohl nicht mehr leisten. Aber die überwiegende Mehrheit wird sie weiter kaufen. Weil die Menschen ihre Gewohnheiten nicht ändern wollen oder ändern können. New York verbietet große Colabecher. Aber nicht den Verkauf von zwei halben. Wer will, kann weiter im Kino einen Liter süßen Softdrink schlürfen. Es ist die Lebensmittelindustrie, die Einsicht zeigen müsste. Doch das ist wohl zuviel verlangt.[mehr]

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Kommentar: Das Krankenhaus als Arbeitsort im Wandel?Freitag, 29. November 2013


Das "Konzept zur Krankenhausreform" der SPD sieht das Krankenhaus als "Arbeitsort im Wandel". Und beklagt den "aus Kosteneinsparungsgründen erfolgten massiven Stellenabbau insbesondere im Pflegedienst". Um 27,7 Prozent sei die Zahl der Krankenpflegehelferinnen und -helfer zwischen 1999 und 2009 zurückgegangen. Jetzt sollen "neue Formen der Arbeitsorganisation ... sowie die Übertragung bislang ärztlicher Tätigkeiten auf pflegerische und andere Berufsgruppen neue zeitgemäße Antworten geben". Der Wissenschaftsrat sei sogar für eine "Teil-Akademisierung" der Gesundheitsfachberufe. Wird das die Probleme in der Klinik lösen?  Es ginge auch einfacher. Man müsste nur den Krankenhäusern die Mittel erstatten, die sie brauchen, um wieder mehr Krankenpflegehelferinnen und  -helfer einzustellen und angemessen zu bezahlen. [mehr]

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Kommentar: Unter FreundenDonnerstag, 31. Oktober 2013


Rabattverträge treiben manchmal seltsame Blüten. Die DAK, eine der mitgliederstärksten deutschen Kassen, hat einen solchen Exklusivvertrag mit einer Firma namens Philmed abgeschlossen. Die liefert ein Inhalationsgerät innerhalb eines Tages zum Patienten direkt ins Haus. Allerdings nicht an Feiertagen oder am Wochenende, auch nicht nach 15 Uhr. Dann soll der Patient in die Apotheke gehen und ein Gerät leihen. Sagt die DAK. Nett von ihr, freut sich der Apotheker. Wenigstens als Ausputzer darf er dienen.Gleichzeitig muss die DAK aber auch etwas für ihren Rabattpartner tun. Das klappt am besten, indem man die Apotheke diffamiert. Und so teilt die DAK dem Kunden mit, die Apotheke habe nur gebrauchte Geräte, das aber sei unhygienisch. Wer solche Freunde hat, braucht sich vor seinen Feinden nicht zu fürchten.[mehr]

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