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11.12.2018

Kommentar: Vertrauen nicht verloren?Samstag, 25. Januar 2014


Tausende Menschen in Deutschland brauchen dringend eine neue Niere, eine neue Leber, ein neues Herz. Sie stehen auf Wartelisten. Manchmal ganz unten. Und manchmal tun sie alles, um nach ganz oben zu kommen. Sie bieten Geld. Einige Transplantationszentren konnten nicht widerstehen. Der Missbrauchsskandal wurde öffentlich. Als Folge berichtete die FAZ, seit 1997 habe es noch nie so wenig Organspender gegeben wie im Jahre 2013. Der neue Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ist alarmiert. Der Rückgang der Organspendenbereitschaft sei ein Beleg für das gesunkene Vertrauen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung widerspricht. Sie sieht praktisch keine negativen Folgen des Organspendeskandals. Im Interesse der wartenden Kranken ist zu hoffen, dass in diesem Falle die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Recht behält. Es ist die Lebensmittelindustrie, die Einsicht zeigen müsste. Doch das ist wohl zuviel verlangt.[mehr]

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Kommentar: Steuern auf Süßes und Fast Food?Montag, 30. Dezember 2013


Mexiko erhebt Steuern auf Süßes und Fast Food. Damit die Bevölkerung nicht noch dicker wird. Das macht die Produkte teurer. Einige können sich die teureren Produkte dann wohl nicht mehr leisten. Aber die überwiegende Mehrheit wird sie weiter kaufen. Weil die Menschen ihre Gewohnheiten nicht ändern wollen oder ändern können. New York verbietet große Colabecher. Aber nicht den Verkauf von zwei halben. Wer will, kann weiter im Kino einen Liter süßen Softdrink schlürfen. Es ist die Lebensmittelindustrie, die Einsicht zeigen müsste. Doch das ist wohl zuviel verlangt.[mehr]

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Kommentar: Das Krankenhaus als Arbeitsort im Wandel?Freitag, 29. November 2013


Das "Konzept zur Krankenhausreform" der SPD sieht das Krankenhaus als "Arbeitsort im Wandel". Und beklagt den "aus Kosteneinsparungsgründen erfolgten massiven Stellenabbau insbesondere im Pflegedienst". Um 27,7 Prozent sei die Zahl der Krankenpflegehelferinnen und -helfer zwischen 1999 und 2009 zurückgegangen. Jetzt sollen "neue Formen der Arbeitsorganisation ... sowie die Übertragung bislang ärztlicher Tätigkeiten auf pflegerische und andere Berufsgruppen neue zeitgemäße Antworten geben". Der Wissenschaftsrat sei sogar für eine "Teil-Akademisierung" der Gesundheitsfachberufe. Wird das die Probleme in der Klinik lösen?  Es ginge auch einfacher. Man müsste nur den Krankenhäusern die Mittel erstatten, die sie brauchen, um wieder mehr Krankenpflegehelferinnen und  -helfer einzustellen und angemessen zu bezahlen. [mehr]

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Kommentar: Unter FreundenDonnerstag, 31. Oktober 2013


Rabattverträge treiben manchmal seltsame Blüten. Die DAK, eine der mitgliederstärksten deutschen Kassen, hat einen solchen Exklusivvertrag mit einer Firma namens Philmed abgeschlossen. Die liefert ein Inhalationsgerät innerhalb eines Tages zum Patienten direkt ins Haus. Allerdings nicht an Feiertagen oder am Wochenende, auch nicht nach 15 Uhr. Dann soll der Patient in die Apotheke gehen und ein Gerät leihen. Sagt die DAK. Nett von ihr, freut sich der Apotheker. Wenigstens als Ausputzer darf er dienen.Gleichzeitig muss die DAK aber auch etwas für ihren Rabattpartner tun. Das klappt am besten, indem man die Apotheke diffamiert. Und so teilt die DAK dem Kunden mit, die Apotheke habe nur gebrauchte Geräte, das aber sei unhygienisch. Wer solche Freunde hat, braucht sich vor seinen Feinden nicht zu fürchten.[mehr]

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Kommentar: Sparen birgt GefahrenDienstag, 01. Oktober 2013


Der frisch Operierte - zwei Bypässe - möchte sich aufrichten. Er liegt im Klinikum einer westdeutschen Großstadt. Das ist bekannt ob seiner guten operativen Leistungen. Weniger wegen erstklassiger Hygiene. Aber da steht das Klinikum nicht alleine da. Der Pfleger kommt. Er versteht den Kranken nicht, da er die deutsche Sprache nur bruchstückhaft beherrscht. Stattdessen geht er an die Überwachungsgeräte und tippt auf den Tasten herum. Der Patient ist verunsichert."Hoffentlich versteht der Pfleger mehr von der Technik als von der deutschen Sprache", denkt der Patient. Kein Einzelfall.[mehr]

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Kommentar: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten"Sonntag, 01. September 2013


Walter Ulbricht, damals Vorsitzender des Staatsrates der DDR, hat diesen Satz im Juni 1961 in einer Pressekonferenz gesagt. Zwei Monate später stand die Mauer. Ulbrichts Worte haben sich im kollektiven Gedächtnis des deutschen Volkes eingenistet. "Wir planen keine Apothekenbusse". Jens Spahn (CDU), gesundheitspolitischer Sprecher der CDU, hat dies gesagt.Ein Dementi in der Politik entspricht nicht unbedingt dem, was in Wirklichkeit geplant ist und eines Tages auch umgesetzt wird.[mehr]

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Kommentar: UnverzichtbarDonnerstag, 01. August 2013


Die GKV hat Forderungen an die EU-Kommission gestellt. Für "unverzichtbar" hält sie die rechtssichere Ausgestaltung der Kompetenz der Mitgliedstaaten für die Organisation und Finanzierung ihrer Sozial- und Gesundheitssysteme. Dazu gehöre auch "der Gestaltungsprimat des nationalen Gesetzgebers für seine Sozialschutzsysteme und soziale Dienstleistungen von allgemeinem Interesse". "Soziale Dienstleistung von allgemeinem Interesse" sind auch die Leistungen der deutschen Apotheken in der Beratung und Sicherstellung der Arzneimittelversorgung. Warum die gleiche GKV öffentlich die Genehmigung von Apothekenketten fordert und damit - wenn auch indirekt - die Zerschlagung der Struktur des deutschen Apothekensystems, bleibt unerfindlich. Krankenkassenchefs sollten wissen: Wie die GKV ist auch das heutige Apothekensystem in Deutschland unverzichtbar für eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe Arzneimittelversorgung. Die GKV hat Forderungen an die EU-Kommission gestellt. Für "unverzichtbar" hält sie die rechtssichere Ausgestaltung der Kompetenz der Mitgliedstaaten für die Organisation und Finanzierung ihrer Sozial- und Gesundheitssysteme. Dazu gehöre auch "der Gestaltungsprimat des nationalen Gesetzgebers für seine Sozialschutzsysteme und soziale Dienstleistungen von allgemeinem Interesse". "Soziale Dienstleistung von allgemeinem Interesse" sind auch die Leistungen der deutschen Apotheken in der Beratung und Sicherstellung der Arzneimittelversorgung. Warum die gleiche GKV öffentlich die Genehmigung von Apothekenketten fordert und damit - wenn auch indirekt - die Zerschlagung der Struktur des deutschen Apothekensystems, bleibt unerfindlich. Krankenkassenchefs sollten wissen: Wie die GKV ist auch das heutige Apothekensystem in Deutschland unverzichtbar für eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe Arzneimittelversorgung. [mehr]

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