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22.2.2019

Kommentar: UnsachverständigMontag, 01. Dezember 2014


"Energiewende". Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke sofort abschalten. Windräder und Solardächer mit irrsinnigen Subventionen päppeln. Biogasanlagen fördern und durch Mais-Monokulturen Ackerboden dramatisch verteuern. "Stromautobahnen" quer durch die Republik bauen. Landschaft, Dörfer und Nordsee verschandeln. Verbraucher und Unternehmen mit hunderten Milliarden Euro Kosten belasten. Kohlekraftwerke doch nicht abschalten, schmutzige Braunkohle weiter aus riesigen Landschaftslöchern fördern, ganze Dörfer umsiedeln, Stromautobahnen nach Bayern doch nicht bauen. Möglichst nicht auf Sachverständige hören.[mehr]

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Kommentar: StressSamstag, 01. November 2014


Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will wieder zuschlagen. Sie greift eine Idee der Gewerkschaften auf. Eine "Anti-Stress-Verordnung" soll jetzt her. Die soll Arbeitnehmer vor zu viel "Stress" am Arbeitsplatz schützen. Dafür sollen die Unternehmen mit entsprechenden Maßnahmen sorgen. Eine neue Belastung für die Wirtschaft. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat dazu eine Umfrage gestartet. Die Ergebnisse sind vielsagend. Zwar ist - auf ganz Deutschland bezogen - eine knappe Mehrheit der Befragten für eine Anti-Stress-Verordnung. Doch nachdenklich macht die Verteilung nach Bundesländern. In Ostdeutschland, wo Arbeitsplätze eher rar und die Arbeitslosenquoten hoch sind, stimmten rund 60 Prozent der Befragten für eine "Anti-Stress-Verordnung". In Baden-Württemberg, im "Ländle", wo die Wirtschaft brummt und die Arbeitslosenquote die zweitniedrigste in Deutschland ist, sind fast 60 Prozent gegen eine "Anti-Stress-Verordnung". Kann es sein, dass es nicht die Arbeit ist, die zu viel Stress macht, sondern die Angst, die Arbeit zu verlieren?[mehr]

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Kommentar: Karthago und die RabattverträgeMittwoch, 01. Oktober 2014


"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss!" Mit diesem Satz - natürlich auf Lateinisch - beendete der römische Staatsmann Cato der Ältere vor mehr als zweitausend Jahren jede seiner vielen Reden vor dem römischen Senat. So lange bis der Senat den Krieg beschloss und Karthago zerstörte. "Im Übrigen sind wir der Meinung, dass die Rabattverträge abgeschafft werden müssen." Ein Cato ist nicht in Sicht und kein Senat. Doch könnte es ja schon helfen, wenn der Satz immer wieder den politisch Verantwortlichen zu Gehör gebracht würde. So lange, bis etwas geschieht. Die Patienten der nächsten Generation werden es uns danken.[mehr]

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Kommentar: Das Beste kommt erst noch?Montag, 01. September 2014


Peter Sloterdijk, der bedeutende deutsche Philosoph, Professor für Ästhetik und Philosophie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, sprach sich kürzlich in einem Interview mit der Tageszeitung "Rheinische Post" für konservatives Bewahren aus: "Die Geschichte ist immer auch eine Geschichte von Vollendungen. Und der Konservativismus besteht darin, zu wissen, welche Größen man unangetastet bewahren und weitergeben muss - auch wenn dies die Spielfreude mancher Generation beschwerlicher macht." Und weiter: "Es gibt nichts Progressiveres als die Bewahrung, wenn es die Bewahrung des Richtigen ist." Vielleicht sollte man diese Sätze den "schöpferischen Zerstörern", wie sie permanent im Gesundheitswesen unterwegs sind, ins Stammbuch schreiben. Aber würden sie die Botschaft verstehen? [mehr]

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Kommentar: Der PatientenbeauftragteFreitag, 01. August 2014


Im Bundesgesundheitsministerium gibt es einen Patientenbeauftragten. Das ist Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU). Laumann bekommt zurzeit besonders viel von Patienten zu hören. Sie beschweren sich massiv über die plötzlichen hohen Zuzahlungen auf oft langjährig verschriebene Arzneimittel. Jetzt beschwert sich Laumann über die Ärzte. Und über die Apotheker. Sie sollten die Patienten besser aufklären. Wie das? Sollen die Ärzte sich statt über die Krankheit und ihre Heilung noch mehr Gedanken über die ab jetzt besonders komplizierte Preisermittlung von Medikamenten machen? Die Apotheker tun schon, was sie können. Verursacher sind die Krankenkassen. Sie haben durch ihre massive Festbetragssenkung den Bogen überspannt. Jetzt können die Arzneimittelhersteller nicht mehr mitziehen. Das zu kommunizieren ist Aufgabe der Kassen. Oder des Gesundheitsministeriums. Die Patienten haben ein Recht darauf. Der Patientenbeauftragte muss handeln.[mehr]

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Kommentar: Macht macht auch blindDienstag, 01. Juli 2014


Jahrzehnte lang führten die vielen hundert kleinen und großen gesetzlichen Krankenkassen ein vernunftgeprägtes Leben. Sie kümmerten sich um ihre Versicherten. Sie halfen, wo sie konnten. Sie hatten keine Probleme mit Ärzten, Apothekern und Arzneimittelherstellern. Man arbeitete weitgehend partnerschaftlich zusammen. Zum Wohle des Patienten. Der Politik war das nicht genug. Sie verlieh den Krankenkassen Macht. Die Macht, einzukaufen, Ausschreibungen zu veranstalten, Verträge zu schließen. Von diesem Augenblick an setzte der Vorgang der Erblindung ein. Blind wurden sie für die Probleme der Krankenhäuser, blind für die Gefahren des Versandhandels von Arzneimitteln, blind für die Lieferengpässe von Medikamenten, und zuletzt blind für die Probleme von Apotheken, deren Rechnungen sie nicht bezahlen - aus fadenscheinigen Gründen. Blind für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Patienten.[mehr]

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Kommentar: Kuchen als Strafe?Sonntag, 01. Juni 2014


Deutschland wird zu dick. Übergewicht ist eine der wesentlichen Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und für Diabetes. Die Grundlagen für Übergewicht werden nicht selten schon in der Kindheit gelegt. Daran sind auch die Schulen nicht unschuldig. Denn in vielen Schulen hat sich eingebürgert, dass jedes Kind an seinem Geburtstag einen Kuchen mitbringen darf. Der wird dann verteilt. Kinder essen gerne Kuchen. Pech, wenn ein Kind Zöliakie hat und glutenfrei leben muss oder unter einer anderen Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie leidet. Diese Kinder müssen dann zusehen. Auch eine Form von Diskriminierung. Die alleine wäre schon Grund genug, auf das regelmäßige Kuchenessen in der Schule zu verzichten. Doch damit nicht genug. Wenn das Kind zur Strafe einen Kuchen mitbringen muss, weil sein Handy im Unterricht klingelt oder weil es die Hausaufgaben vergessen hat, dann kann es an einem Tag auch zwei oder drei Kuchen geben. Neben den Eltern, die backen müssen, trifft eine solche Strafe letzten Endes alle Kinder der Klasse. Sie werden dicker. Schluss damit.[mehr]

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