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24.9.2017

Kommentar: Grüne im DilemmaFreitag, 01. September 2017


Grüne wollen die Welt besser machen. Sie sind gegen Atomkraftwerke, gegen die Braunkohle, gegen die Steinkohle und gegen den vielen Autoverkehr. Sie sind für Windkraftanlagen, für Solarenergie, für Biogas und für Radwege. Jetzt besetzen blinkende Windräder, höher als der Kölner Dom, jeden Horizont und schreddern unsere Vogelwelt, blankgeputzte Solaranlagen auf den Dächern verschandeln das Bild unserer Dörfer, und monotone Maisfelder für die Biogasanlagen besorgen das Artensterben. Das ist nicht Schuld der Grünen. Das wollten sie sicher auch nicht. Aber die Grünen sind auch für den Versandhandel mit Arzneimitteln. Dafür müssen täglich tausende Päckchen mit Arzneimitteln in schnellen Autos umweltbelastend kreuz und quer durch die Republik gekarrt werden. Genau das wollen die Grünen. Apotheken kann man gut zu Fuß erreichen. Oder mit dem Fahrrad. Oder mit dem Bus. Wäre das nicht eigentlich die grüne Position?[mehr]

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Kommentar: Legen Sie Einspruch ein!Dienstag, 01. August 2017


Gesetzliche Krankenkassen wollen keine Verluste machen. Sonst müssen sie Zusatzbeiträge von ihren Versicherten erheben. Wenn sie Zusatzbeiträge erheben, laufen ihnen die Versicherten davon. Also Kosten senken. Eingereichte Rezepte wegen kleiner Form - fehler nicht bezahlt. Auch wenn die Apotheke das Arzneimittel im Wert von tausend Euro an den Patienten abgegeben hat. Krankenhäuser zu Prozessen zwingen, weil erbrachte Leistungen von der Kasse nicht erstattet wurden. Den Versicherten gegenüberberechtigte Ansprüche verweigern. Bei Haushaltshilfen. Beim Krankengeld. Bei Hilfsmitteln. Bei der Prävention. Bei Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen. Wenn Ihnen das passiert, lassen Sie sich nichts gefallen! Patientenorganisationen beraten Sie und helfen Ihnen. Legen Sie Einspruch ein! Das ist Ihr gutes Recht.[mehr]

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Kommentar: „Olé!“Samstag, 01. Juli 2017


Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) frontal angegriffen. Die Digitalisierung in seinem Ressort Gesundheitswesen laufe viel zu langsam, monierte sie in einem Eckpunktepapier. Hermann Gröhe reagierte wie ein Torero, der den Stier elegant an sich vorbeistürmen lässt. Auf einer Podiumsdiskussion der Berliner Tageszeitung „Tagesspiegel“ konterte er, er freue sich, dass das Bundeswirtschaftsministerium zwei Jahre nach Einführung des E-Health-Gesetzes die Bedeutung der Digitalisierung im Gesundheitswesen erkenne. Außerdem hätte er Frau Zypries gerne mitgebracht. Das Wissen der vielen Fachexperten hier vor Ort hätte auch ihrem Papier gut getan. Olé![mehr]

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Kommentar: WelpenschutzDonnerstag, 01. Juni 2017


Junge Leute sind in der Regel gesund. Sie gehen selten zum Arzt. Sie brauchen selten Medikamente. Und sie machen sich selten Gedanken über ihre gesundheitliche Zukunft. Warum auch? Es läuft ja alles bestens.   Die FDP und ihr Parteivorsitzender Christian Lindner setzen auf  junge Leute als Wähler. Lindner im Achselshirt. Lindner in Rennfah­rermontur vor Rennwagen. Lindner, der den Antrag junger Parteimitglieder unterstützt, den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln nicht zu verbieten. Kein „Welpenschutz“ für Apotheken, sagen die. Hört sich mächtig cool an.   Eines Tages sind die jungen Leute älter. Dann müssen sie zum Arzt. Dann müssen sie in die Apotheke. Dann müssen sie weit fahren. Dann fragen sie sich, warum es auf dem Land weder Ärzte noch Apotheken gibt.   Dann ist es zu spät.  [mehr]

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Kommentar: 4 Millionen Wähler – pro Tag!Montag, 01. Mai 2017


Mutig war die SPD, als sie den Gesetzentwurf für ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln torpedierte. Gegen den Koalitionspartner CDU/CSU. Gegen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Gegen die Bundesländer. Gegen zwanzigtausend Apotheken. Und gegen 1,2 Millionen Patienten, die mit ihrer Unterschrift für den Erhalt der deutschen Apothekenlandschaft votiert hatten. Und wofür das alles? Für eine Handvoll Arzneimittelgroßversender? Jetzt ist dem Gesundheitsexperten der SPD, Professor Karl Lauterbach, eingefallen, dass das Thema unbedingt aus dem Wahlkampf herausgehalten werden müsse. Er befürchtet einen Wahlkampf der Apotheken zugunsten der CDU. Abwegig ist das nicht. Vier Millionen Menschen suchen heute ihre Apotheke auf. Und morgen vier Millionen weitere. Und übermorgen ...Alles Wähler. [mehr]

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Kommentar: TeufelskreisSamstag, 01. April 2017


Der Apotheke „um die Ecke“ hat der Gesetzgeber seit jeher wichtige Aufgaben zugewiesen. Sie soll sowohl unverzichtbare Gemeinwohlpflichten wie Nacht- und Notdienste oder die Herstellung individueller Rezepturen wahrnehmen als auch ein breites Sortiment an Arznei­mitteln für die Akutversorgung vorrätig halten. Als erster Anlaufpunkt bei Gesundheits­problemen, noch vor dem Arzt, soll sie beraten und versorgen. Der Arzneimittelversandhandel nimmt keine Gemeinwohlpflichten wahr. Aber er nimmt den Apotheken „um die Ecke“ notwendige Erträge weg. Müssten sie schließen, besonders auf dem Lande, könnte das zu Engpässen in der Arzneimittelversorgung führen. Das wiederum, so die Beweisführung von Befürwortern des Arzneimittelversands, kann eigentlich nicht passieren, weil es ja den Versandhandel gibt. Das nennt man einen Zirkelschluss. Oder auch Teufelskreis. Man kann ihn leicht durchbrechen. Man muss nur den Versandhandel verbieten. [mehr]

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Kommentar: Europa oder Trump?Mittwoch, 01. März 2017


Wenn Europa werden und wachsen und in Sicherheit leben will, braucht es Einigkeit, Zusammenhalt, Vertrauen. Der neue amerikanische Präsident Donald Trump, Aufreger der letzten Monate, setzt auf das Gegenteil – verbal und aktiv. Mit absehbaren katastrophalen Folgen. Wenn eine älter werdende Gesellschaft gesund und sicher leben will, braucht das Gesund­heitswesen Einigkeit, Zusammenhalt, Vertrauen. Doch die Trumps dieser Republik halten dagegen. Bundesländer gegen Krankenhäuser, Krankenkassen gegen Ärzte und Apotheker, die Politik gegen Arzneimittelhersteller. Mit absehbaren katastrophalen Folgen. Nicht lieferbare Antibiotika sind nur den Anfang. Der Patient sieht staunend und zunehmend verbittert zu.[mehr]

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